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Historie unserer Kirche

Die Geschichte unserer recht jungen Kirchengemeinde begann nach dem 2. Weltkrieg, als zahlreiche vertriebene Familien aus den deutschen Ostgebieten 1945/46 in den Raum Kirchweyhe und Brinkum eingewiesen wurden. Zunächst entstand der Seelsorgebezirk Kirchweyhe, dem Brinkum angegliedert war. In den ersten Jahren verfügten die Brinkumer Katholiken über kein eigenes Gotteshaus, so daß sie die Heilige Messe in fremden Räumen feiern mußten. Dies waren beispielsweise Schulen und Gasthaussäle. Auch stellten die evangelischen Gemeinden ihre Kirchen den katholischen Christen zur Verfügung.

Am 14. Juni 1959 feierte Pfarrer Gerlich mit der Gemeinde die Grundsteinlegung für die “Kirche zum Heiligen Geist”. Die zweite Patronin ist die Hl. Hedwig, die Schutzherrin der vertriebenen Schlesier.

Erster Spatenstich im Mai 1959

Bereits fünf Monate später, am 18. November 1959 wird die neue Kirche von Domkapitular Gerdts benediziert, d. h. gesegnet.

Die Kirche am Einweihungstag

Die erste Glocke, für die die Gläubigen lange gespart hatten, konnte am 17. Juni 1964 geweiht werden. Zweieinhalb Jahre später, am 18. Dezember 1966, erhielt die Kirche ein Dreiergeläut. Die größte Glocke bekam den Namen “Creator Spiritus” (Schöpfergeist), mit der Inschrift “Fons vivus - Ignis - Caritas”, das heißt “Lebensquell - Feuer - Liebe”. Die mittlere Glocke übernahm den Namen “Johannes” und wurde die Angelusglocke. Die dritte Glocke erinnert daran, daß die Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde fast ausschließlich aus Schlesien stammten und bekam deshalb den Namen der Hl. Hedwig mit der Inschrift: “Sei Du unsre Mittlerin und auch Fürsprecherin”.

Bis 1981 begleitete ein einfaches Harmonium den Gesang im Gottesdienst. Durch Spenden der Gemeindemitglieder und einer Beteiligung der Diözese konnte jetzt endlich der Bau einer Orgel in Auftrag gegeben werden. Sie wurde am 4. Oktober 1981 feierlich eingeweiht.



So schnell wuchs die Gemeinde:
1958     848 Gemeindemitglieder
1965   1009 Gemeindemitglieder
1970   1010 Gemeindemitglieder
1975   1270 Gemeindemitglieder
1980   1716 Gemeindemitglieder
1983   1742 Gemeindemitglieder
1997   1740 Gemeindemitglieder
2002   1850 Gemeindemitglieder





Die Heilig-Geist-Gemeinde wuchs so rasch an, so daß Ende der Achzigerjahre eine Erweiterung des Kirchenraumes dringend notwendig wurde. 1991 bekam die Kirche ein neues Seitenschiff mit künsterlisch dezent gestalteten Fenstern. Ein neu geschaffener Mittelgang ermöglichte nun den feierlichen Einzug von Pastor und Ministranten. Neu am vergrößerten Altarraum war vor allem der Altar, der wie der Ambo und die Säule für die “Mutter Gottes” aus Muschelkalk gestaltet wurde. Auch die Eichenstühle für Priester und Ministranten sowie 12 Apostelkreuze an den Säulen verschönerten nun den Raum.
In das Seitenschiff integriert war nun auch der Eingang, der zunächst in einen Vorraum führt und von dort aus durch eine Glastür ins Kircheninnere. Auf der Empore hatte man die Orgel umgestellt, um dem Kirchenchor mehr Platz zu verschaffen.
Die Kirche, die im Jahre 1959 “nur” benediziert wurde, konnte am 28. September 1991 in einem festlichen Gottesdienst von Bischof Ludwig Averkamp geweiht werden. Unter einer Weihe versteht man - im Gegensatz zur Benediktion - eine Salbung mit Chrisamöl, die nur durch den Bischof durchgeführt werden kann.